Versicherungen als Student

„Welche Versicherungen brauche ich wirklich als Student?“

Diese Frage taucht früher oder später bei jedem mal auf.

Während der Schulzeit warst du noch über deine Eltern versichert, aber spätestens sobald du in die erste eigene Wohnung ziehst, oder ein gewisses Alter überschreitest, solltest dich selber absichern.

Beratungsangebote gibt es wie Sand am Meer, aber nicht jeder hat nur dein Wohl im Sinn, sondern auch vielleicht seine Verkaufszahlen im Hinterkopf 😉

Ich versuche dir hier einen kurzen Überblick zu geben, die Aufzählung ist keinesfalls vollständig und der persönliche Bedarf von Person zu Person natürlich unterschiedlich.

Niemand kann sich gegen alles versichern (zumindest kann niemand das bezahlen). Und gerade als Student sitzt das Geld ja nicht immer locker.

Die meiner Meinung nach vier wichtigsten Versicherungen für Studenten sind:

  • Krankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Hausratsversicherung
  • Unfallversicherung

Die Krankenversicherung ist verpflichtend, um sich in Deutschland an einer Universität einzuschreiben. Während der Schulzeit warst du normalerweise über deine Eltern familienversichert und kannst es wahrscheinlich auch erst einmal bleiben. Die Familienversicherung ist z.B. an Alters- und Einkommensgrenzen gebunden, rufe dafür am besten einmal bei deiner Krankenkasse an, um dich zu informieren. Falls du nicht mehr über deine Eltern versichert sein kannst, musst du dich selber krankenversichern, je nach Versicherung liegen die Beiträge aktuell knapp unter 100€ im Monat. In Ausnahmefällen ist auch eine studentische KV nicht möglich, da helfen die Krankenkassen aber auch gerne weiter.

Die Haftpflichtversicherung ist eine Versicherung, die Schäden bezahlst, die du verursachst. Wenn du beispielsweise versehentlich in der Bibliothek einen Bildschirm vom Tisch stößt. Klingt erst einmal nicht so dramatisch (ärgerlich, aber bezahlbar). Wichtig wird es dann, wenn die Schäden deutlich größer werden. Stelle dir einmal vor du gehst als Fußgänger über die Straße und verursachst einen Unfall. Die gute Nachricht ist, dass du während des Studiums oft über deine Eltern mitversichert bist oder für einen geringen Zusatzbetrag versichert werden kannst.

Die Hausratsversicherung versichert all das, was du in deiner Wohnung hast. Halte kurz das Haus kopfüber und alles das, das rausfällt ist dein Hausrat. Wenn nun z. B. das Haus abbrennen sollte, kriegst du den Wert deiner Sachen ersetzt und stehst nicht ohne alles da. Bevor du eine eigene Hausratsversicherung brauchst, brauchst du natürlich zunächst eine eigene Wohnung. Solange du zu Hause wohnst, bist du über eine vorhandene Versicherung deiner Eltern mit abgedeckt. In WGs und Wohnheimen gibt es eventuell schon bestehende Regelungen.

Die Unfallversicherung ist eigentlich vom Namen her bereits selbsterklärend. Sie bietet umfassendere Leistungen als die Krankenversicherung bei z. B. einem Sturz beim Sport.

Hier handelt es sich wie gesagt nur um einen ganz kurzen Überblick, der sich je nach Lebensumständen stark unterscheiden kann. Achte bevor du dich beraten lässt darauf, ob dein Berater einen seriösen Eindruck macht und checke vorher, was du eventuell schon hast.

Lifehack #4 – Amazon Prime kostenlos für Studenten

Die Zeiten, in denen Amazon ein online Buchhändler war sind lange vorbei. Mittlerweile gibt es fast nichts, dass man nicht mal eben bei Amazon bekommen könnte.

Als Amazon Prime Mitglied zahlt man einen gewissen Beitrag pro Jahr und erhält dafür kostenlosen Premiumversand, Musik und Video Streaming, besondere Angebote usw. .

Für Studenten gibt es den Service ein Jahr kostenlos und danach zum halben Preis. Auch wenn es sich für dich vielleicht nicht unbedingt lohnt, weil du wenig online einkaufst, solltest du trotzdem das gratis Jahr mitnehmen. Zum Ablauf kündigen kann man sofort online wieder mit wenigen Klicks.

Nachlesen lässt sich das alles nochmal auf der offiziellen Seite von Amazon Student.

P.S. : Wenn ich jemanden kennt, der bereits Prime Student Mitglied ist, lasst euch werben. Der Werber erhält dafür 5€ Amazon Guthaben als Gutschein.

Selbstständig neben dem Studium, geht das?

Grundsätzlich ist die Antwort: Ja, das geht!

Generell gibt es zwei Kategorien, in die man selbstständige Studenten einteilen kann.

1. Freiberufler

2. Gewerbetreibende

Die meisten Studenten fallen in die erste Kategorie. Sie erstellen Inhalte oder bieten Dienstleistungen für Auftraggeber an. Beispiele hierfür sind Nachhilfelehrer, Werbetexter, Künstler, Webdesigner… .

Die zweite Kategorie umfasst alles, was nicht in die erste Kategorie gehört. Insbesondere wenn du mit Produkten handeln oder selbst hergestellte Produkte verkaufen möchtest.

Egal für welche selbständige Tätigkeit du dich entscheidest, bedenke dass du dich sobald du wirklich aktiv wirst beim Finanzamt anmelden und den Umfang mit deiner Krankenversicherung abstimmen solltest.

Lifehack #3: Leitungswasser trinken

In Deutschland unterliegt das Leitungswasser teils stärkeren Kontrollen und Auflagen als Trinkwasser aus Flaschen.

Warum also mit Wasser gefüllte Plastikflaschen mühsam nach Hause schleppen, wenn es viel günstiger und mindestens genauso gut Trinkwasser aus der Leitung gibt?

Studien belegen, dass Wasser aus Plastikflaschen oft Weichmacher und andere Stoffe aus dem Plastik aufnimmt.

Fang doch einfach heute an, vielleicht hast du schon eine Trinkflasche oder du kaufst dir beim nächsten Einkauf eine Glasflasche mit Wasser, die du zu Hause nachfüllen kannst.

So sparst du nicht nur Geld, sondern auch einen großen Berg Plastikmüll im Jahr.

Die absolute Grundausstattung für jeden Studenten

Ob du eher minimalistisch bist oder dir ein komplettes Büro einrichten willst bleibt dir überlassen. Dennoch gibt es einige Dinge, die jeder Student 👨‍🎓 und jede Studentin 👩‍🎓 auf jeden Fall braucht. Das Gute daran: vieles davon hast du noch aus deiner Schulzeit zu Hause.

1. Federtasche:

Du brauchst in den meisten Studiengängen keine Auswahl an 20 verschiedenen Buntstiften. Eine kleine Mappe für dein Schreibzeug macht trotzdem Sinn. Normalerweise reichen vollkommen:

– zwei Kugelschreiber (spätestens in der Prüfungszeit solltest du darauf achten, dass du mit diesen auch längere Texte gut schreiben kannst)

– ein Geodreieck (je nach Studiengang reicht auch ein Lineal)

– drei bis vier verschiedene Textmarker

– ein (angespitzter) Bleistift und Radiergummi

2. Büroausstattung:

Manche Dinge passen nunmal nicht unbedingt in die Federtasche, dazu gehören zum Beispiel:

– einen Stuhl und einen Tisch, an dem du aufrecht sitzen und schreiben kannst (Du musst dir nicht unbedingt einen extra Schreibtisch kaufen)

– ein guter Locher

– ein guter Tacker (Ich habe im ersten Semester zwei Locher und einen Tacker aus dem Euroshop an Skripten zerstört …)

– ein Anspitzer

– ein Taschenrechner (ein ganz einfaches Modell reicht meist aus, sofern dein Studiengang nichts mit Wirtschaft, Mathe oder Naturwissenschaften zu tun hat)

– Schreibblöcke/ Kollegeblöcke

– Ordner zum Abheften

3. Technik:

Mittlerweile gibt es fast alle Materialien nur noch online. Seien es Skripte oder Übungsblätter.

– Laptop oder PC: Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass Netbooks und Tablets mit Tastatur schnell nervig werden, sobald man mehr als eine Seite Text schreiben muss. Spätestens bei den ersten Hausarbeiten mit 12 und mehr Seiten, Inhaltsverzeichnis und besonderen formellen Anforderungen kam ich schnell an die Grenzen der Technik. Ideal ist ein Laptop zwischen 13 und 15 Zoll Displaygröße. Damit kannst du sowohl unterwegs gut arbeiten, als auch zu Hause. Falls du lieber ein größeres Notebook oder einen PC verwendest, lohnt sich eventuell für unterwegs zusätzlich ein Tablet.

– Office Paket (Es gibt gute gratis Pakete wie z. B. Open Office, als Student hast du allerdings auch die Möglichkeit eine kostenlose Version von Microsoft Office 365 zu erhalten.)

– optional ein Drucker (wenn du wie ich zu den Menschen gehörst, die nicht ausschließlich am Computer arbeiten können 😉 Es gibt aber auch preisgünstige Druckmöglichkeiten direkt an den Unis.)

4. Weitere wichtige Dinge

– Semesterticket

– Studentenausweis

– Bibliotheksausweis

– Kopierkarte

Denke bei allen deinen Käufen für die Uni daran, deine Belege für die Steuererklärung aufzuheben.

Falls dir dir noch etwas einfällt, was deiner Meinung nach noch in die Liste sollte, schreib es gerne in die Kommentare.

ich freue mich über dein Feedback!

Lifehack #2: Alles gratis in der Uni?

Gerade zum Start des neuen Semesters begegnen sie einem auf dem Campus überall – Menschen, die uns etwas schenken wollen!

Aber ist wirklich alles Gold was glänzt? Zeit für eine sorgsame Betrachtung.

Warum sollten dir Fremde Menschen (oder Unternehmen) etwas schenken wollen? – Dafür gibt es im Wesentlichen drei Motivationen:

  1. Werbemaßnahme
  2. Man möchte deine Daten
  3. Vielleicht kann man dir ja doch etwas verkaufen 😉

Generell kann man die Motivationen nicht immer voneinander trennen und oft liegt eine Mischung aus allen dreien vor.

Die reine Werbemaßnahme dient dazu ein Produkt oder eine Marke interessanter und bekannter zu machen. Ob du Kugelschreiber, eine gratis Probe oder ein Flyer, alle funktionieren ähnlich (nur, dass du den Flyer früher oder später in den Papierkorb wirfst). Hier kannst du meiner Meinung nach bedenkenlos mal „ja“ sagen. Schlimmstenfalls bist du nun kostenlose Werbefläche. Hierzu gehören auch die „Unitüten“ wie beispielsweise die Unicum Windertüte oder die Campustüte.

Die Sache mit den Daten ist da schon etwas heikler. Gratis Gummibärchen oder Zigaretten für deine vollständige Anschrift und Telefonnummer? Klingt zunächst nach einem guten Deal, bedenke aber dabei, dass du unter Umständen nicht nur von diesem Unternehmen Werbung erhälst, sondern deine Daten noch an weitere Unternehmen weiterverkauft werden könnten.

Wie eben schon beschrieben ist immer dann Vorsicht angesagt, wenn jemand deinen Namen oder deine Anschrift möchte. Gerade in Kombination mit Bankdaten solltest du besonders misstrauisch werden, was genau da unterschrieben wird. Probe Abos von Zeitungen usw. müssen normalerweise fristgerecht gekündigt werden. Außerdem gibt es überall schwarze Schafe und so manches kostenfreies Abo war im Nachhinein doch kostenpflichtig.

Was sind deine Erfahrungen? Teile mir gerne in den Kommentaren mit, was du bisher in Sachen Werbegeschenke so erlebt hast.

5 Dinge, die ich gerne vor meiner Bewerbung fürs Studium gewusst hätte

Ich bin nicht direkt nach dem Abitur ins Studium gestartet und die Infotage zum Studium während meiner Schulzeit waren ewig her. Diese fünf wichtigen Tipps stammen aus Erfahrungen, die ich oder Kommilitonen leider machen mussten. Aber aus Fehlern kann lernt man nunmal 😉

1. Die Bewerbungsfristen der Unis sind meist recht lang, außer man möchte direkt nach dem Abi studieren.

Der Zeitraum für die Bewerbung liegt meist bei 6 bis 8 Wochen, je nach Uni und Semester. Eigentlich mehr als genug Zeit, alle Unterlagen zu beschaffen, Bewerbungen auszufüllen und vor allem sich für einen Studiengang zu entscheiden.

Wer aber beispielsweise erst Ende Juni die letzten Abiturprüfungen hat, hat nur noch zwei bis drei Wochen um sich zu bewerben!

Daher solltest du dir bereits vorher überlegen an welcher Uni du dich für welchen Studiengang bewirbst und welche Unterlagen du brauchst (dazu mehr in Punkt 4).

2. Vertrauen in sich selbst ist gut, Kontrolle ist besser.

Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Traue vor allem dir selbst. Selbst ist der Mann/ die Frau.

In vielen Situationen stimmt das, jedoch solltest du bei Bewerbungen (und ja die Bewerbung für ein Studium ist anders als die „normale“ Bewerbung) sehen andere oft Fehler, die du überlesen hast.

Ein Zahlendreher in einem Datum oder ein vergessenes Feld in einem Formular können mitunter dazu führen, dass deine Bewerbung ungültig ist oder du dich bei Zusage schlimmstenfalls nicht einschreiben kannst.

Fülle die Bewerbung nicht zwischendurch „mal schnell“ aus. Nimm dir die Zeit und Ruhe, die du dafür brauchst und lies alles mehrmals sorgfältig durch.

Frage z. B. Freunde oder Eltern, ob sie noch einmal die Angaben überprüfen können, bevor du die Bewerbung abschickst. Bei reinen Online Bewerbungen gibt es oftmals die Möglichkeit zunächst nur einen Entwurf zu speichern.

3. Die Geheimnisse des NCs

Der Numerus Clausus oder auch einfach nur NC ist ein Wert, der auf die Zulassungen zu einem Studiengang schließen lässt.

Ein NC von 2,3 gibt beispielsweise an, dass der schlechteste Bewerber, der letztes Jahr zugelassen werden konnte eine 2,3 als Notenschnitt im Abitur hatte. Manchmal gibt es außerdem noch weitere Angaben wie z. B. ob alle Bewerber mit 2,3 zugelassen werden konnten oder nur ein Teil, oder ob der NC vor oder nach Nachrückverfahren angegeben wurde.

Der NC ist nicht unbedingt immer aufschlussreich und kein Blick in die Zukunft, aber kann oftmals trotzdem Hinweise auf die Chance einer Zulassung geben. Lag der Numerus Clausus bisher immer zwischen 1,2 und 1,4 ist zu erwarten, dass er im nächsten Bewerbungsverfahren wohl ähnlich ausfallen wird. Veränderte Studienplatz- oder Bewerberzahlen können enorme Schwankungen verursachen.

Es halten sich einige hartnäckige Mythen zum Thema NC. So verbessern Wartesemester, Freiwilliges Soziales Jahr usw. nicht die Note des Bewerbers. Die meisten Unis vergeben ein Kontingent Plätze nach Noten und eines nach Wartezeit ohne die beiden Faktoren irgendwie miteinander zu verrechnen.

4. Was brauche ich für die Bewerbung?

Abi in der Tasche und Studiengang + Hochschulen ausgesucht?

Dann kann die Bewerbung ja starten!

Mittlerweile wickeln alle Universitäten und Fachhochschulen ihre Bewerbungsverfahren online ab. Dafür brauchst du natürlich zunächst einen Computer mit Internetzugang, Smartphone oder Tablet gehen zwar meist auch, aber würdet ihr eine „normale“ Bewerbung am Handy tippen?

Zum Ausfüllen der Formulare benötigst du auf jeden Fall deine Hochschulzugangsberechtigung (i.d.R. dein Abiturzeugnis).

Wenn deine Wunschuni weitere Kriterien bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt solltest du dir das entsprechende Zertifikat bereitlegen (FSJ, BFD, Ehrenamt…).

Sinnvoll ist außerdem eine eMail-Adresse, an der du wichtige Mails zeitnah empfangen kannst. Wenn dein Zulassungsbescheid später zwischen hunderten Spammails verloren geht, weißt du warum…

Je nach Uni benötigst du eventuell einen Drucker und Briefumschläge.

Die online Formulare führen die Bewerber meist sehr zielsicher durch den Bewerbungsprozess. Achte darauf, ob du die Bewerbung nur online abschicken, oder außerdem ausgedruckt und unterschrieben bei der Hochschule einreichen musst. Manche Unis wollen zusätzlich zur Bewerbung bereits eine einfache oder beglaubigte Kopie deines Zeugnisses, das steht dann aber explizit dabei.

5. Sicherheit geht vor

Manchmal ist es angebracht ein wenig paranoid zu sein. Fertige dir Kopien von allen Unterlagen ein, die du einreichst. Notiere dir auf den Kopien das dazugehörige Datum.

Reiche niemals ein Original irgendeines Dokuments ein. Vor allem keine Zeugnisse.

Verschicke wichtige Unterlagen oder Formulare immer per Einschreiben und hebe den Einlieferungsbeleg auf. Warte nicht bis kurz vor Ablauf der Frist, sondern plane immer einen ausreichend großen Zeitpuffer ein.

Falls du persönlich Dokumente einreichst, lasse dir immer eine Empfangsbestätigung geben. Z. B. eine Kopie der ersten Seite mit Eingangsstempel mit Datum.

Reiche niemals mehrere lose Blätter ein. Falls erlaubt hefte mit einem Tacker zusammen, was zusammengehört. So kann nichts verloren gehen. Verwende sonst Büroklammern.

Lifehack #1: Jeden Monat über 50 € sparen und die Umwelt schonen

Falls du so wie ich keinen Tag Uni ohne Kaffee überstehst und der Barista im Café dich schon per Namen kennt, habe ich hier einen Tipp für dich.

In meiner Uni kostet der kleine Kaffee ca. 1,20, der große Kaffee knapp 2 €. Wenn man unterwegs am Bahnhof oder bei einer der größeren Ketten seinen Kaffee holt zahlt man meist noch deutlich mehr.

Ich habe lange Zeit jeden Morgen einen und zum Nachmittag noch einen zweiten Kaffee geholt. Und so ohne es zu merken richtig viel Geld ausgegeben. Bei 1,20 + 2 = 3,20 am Tag hab ich es zunächst nicht wirklich gemerkt.

Rechnet man das hoch, kommt man mit 5 Tagen Uni die Woche auf im Monat auf über 60 € und einen riesigen Berg Wegwerfbecher.

Einen guten großen Thermobecher oder eine kleine Kanne gibt es für knapp 20 €. Hier solltest du lieber etwas mehr ausgeben, bevor dir der Kaffee in deiner Tasche ausläuft. Einen Standfilter aus Keramik gibt es auch für um die 20 € (Einer aus Plastik aus dem Euroshop tut es sonst auch). Jetzt brauchst du nur noch einen Wasserkocher (falls du noch keinen hast), auch hier findest du einen brauchbaren um 20 €.

Einmalig kannst du also mit ca. 60 € rechnen, so viel wie dein Coffee 2 Go.

Kaffeefilter aus Papier kosten das Stück weniger als einen Cent und mit einer Packung Kaffeepulver für 5 € komme ich einen Monat aus. Du hast hier die volle Kontrolle und kannst z. B. Fairtrade kaufen.

Im Durchschnitt kommst du dann monatlich auf 7,50 €, wenn man davon ausgeht, dass du alle zwei Jahre Becher, Filter und Kocher erneuern musst.

BAföG (Der „Klassiker“ in der Studienfinanzierung)

Der erste Gedanke, der den meisten in den Sinn komm ist das „BAföG“, das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Man bekommt streng genommen also kein BAföG, sondern Leistungen nach BAföG.

Je nach deiner und der Lebenssituation deiner Eltern bekommst du aktuell (03.2018) bis zu 735 € monatlich ausgezahlt. Diese Leistungen setzten sich zusammen aus einem Zuschuss und einem zinslosen Darlehen. Angenommen du bekommst während des Studiums insgesamt ca. 20.000 € ausgezahlt musst du davon ca. 10.000 € zurückzahlen.

Um eine ungefähre Vorstellung zu erhalten, ob und und wie viel „BAföG“ du erhalten kannst, empfehle ich dir den Rechner von Studis Online. Bedenke dabei, dass dieser nicht unbedingt alle Faktoren abdeckt und dir nur einen ungefähren Anhaltspunkt liefert. Außerdem hast du die Möglichkeit zu deinem zuständigen BAföG-Amt vor Ort zu gehen und dich dort zu informieren.

Ich habe dir einmal kurz und knapp die wichtigsten Vor- und Nachteile des BAföGs gegenübergestellt:

Vorteile:

  • Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt erhält bis zu 735 € im Monat
  • Zusätzlich Nebenjob möglich (bis ca. 400€ / 20 Std. in der Woche)
  • Deutlich mehr Zeit fürs Studium!
  • Sichere Zahlungen nach dem Studium zu festen Terminen
  • Rückzahlungen sind auf die Hälfte des Betrages bzw. auf 10.000 € begrenzt
  • Rückzahlung zu geringen Raten
  • Zinsloser Kredit!

Nachteile:

  • Meistens an Einkommen der Eltern geknüpft (für alles Weitere)
  • Nachweise über das Einkommen der Eltern müssen eingereicht werden (falls deine Eltern dir diese nicht zur Verfügung stellen wollen, lasse dich dazu weiter beraten)
  • Selbst der Höchstsatz reicht nicht überall aus (Einige Hochschulstandorte haben u.a. sehr hohe Mieten)
  • Zu hohe Einnahmen aus Nebenjobs werden von den Zahlungen abgezogen (vermeidbar, von bis zu ca. 1100 € sollte der Lebensunterhalt bestreitbar sein)
  • Verlust der Förderung bei Studienfachwechsel möglich
  • Leistungspunkte (Credits) müssen nachgewiesen werden, setzt meist ein Bestehen einer gewissen Anzahl von Prüfungen voraus
  • Eigenes Vermögen über 7.500 € wird angerechnet (Dazu zählen z. B. auch das von Omi angelegte Sparbuch, Sachwerte wie Immobilien, Autos, …)

 

Alle Informationen finden sich auf der offiziellen Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Bafög.de. Dort können auch online die Antragsformulare ausgefüllt werden.

Oft gibt es an den Hochschulen Beratungsmöglichkeiten und Informationsveranstaltungen zum Thema BAföG. An der Uni Hamburg beispielsweise vom AStA.

 

 

Dieser Beitrag gibt nur meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke wieder und ersetzt keine kompetente Fach- und Rechtsberatung zum Thema.